Person

Bevor Sie einen Kurs bei mir besuchen, wollen Sie natürlich wissen, mit wem Sie es zu tun haben.

Während meines Studiums der Sozialpädagogik in Köln wurde mein Rücken immer krummer. Als ich im Januar 1984 meine Diplomarbeit abgab wusste ich, es muss etwas passieren. Sport war für mich viel zu weit weg. Da hörte ich von Tai Chi Chuan und trat der ersten Gruppe bei, die es damals in Köln unter der Leitung von Rupert Shonaike gab, dem damaligen Vertreter von Meister Chu King Hung und der ITCCA in Köln.

Er wurde ein paar Jahre später innerhalb der ITCCA abgelöst von Andreas Heyden. Unter ihm trainierte ich weiter und wurde von ihm nach einer gewissen Assistenzzeit zur Lehrerprüfung bei Meister Chu vorgeschlagen, die ich im Dezember 1989 bestand.

Parallel dazu wurde ich in den 90-er Jahren Heilpraktiker mit dem Schwerpunkt auf den Bewegungsapparat des Menschen. Mein Erfahrungsfeld war mein eigener Körper. Ich beobachtete genau, was darin passierte und kombinierte mein östliches mit meinem westlichen Wissen über die Anatomie und Physiologie des Körpers. So kann ich heute detailliert in meinen Kursen erklären, wie der Aufbau von Energie im Körper funktioniert.

Bis 2002 lernte ich bei Andreas Heyden und Meister Chu King Hung weiter im Yang-Stil. Was mir dort allerdings fehlte, war eine tiefergehende Verwurzelung. Diese fand ich bei Sifu John Ding, London. Bis 2009 besuchte ich Kurse und private Lehrstunden bei ihm und verstand die Bedeutung des Kranich-Stils, des Tiger-Stils und des Schlangen-Stils, den drei Ausrichtungen innerhalb des Yang-Stils.

Während Meister Chu King Hung den Kranich-Stil mit seinen ausladenden Bewegungen, seinen Dehnungen und Mobilsierungen der Gelenke zeigte, lehrte Chu Gin Soon in Boston den Tiger-Stil, der den Schwerpunkt auf ein tiefes Verwurzeln legte. Der älteste der drei Meisterschüler von Yang Sau Chung, Meister Ip Tai Tak in Hong Kong, verstand sich auf den Schlangen-Stil, der sich durch die Kontrolle der Bewegungen aus der Mitte auszeichnete. So fügte sich für mich zusammen, was der Meister Yang Sau Chung an Wissen auf seine drei Meisterschüler aufgeteilt hatte.

Seit 2009 besuche ich gelegentlich einzelne Vertreter verschiedener Richtungen, ohne mich nur noch auf eine Richtung festzulegen. Ich finde bei verschiedenen Lehrern durchaus bemerkenswerte Aspekte, die auch mein Tai Chi bereichern.

Meine Schüler sind frei darin, sich Anregungen zu holen, wo immer sie diese finden. Ich freue mich, wenn sie wiederkommen und mir zeigen, was sie gelernt haben. Ich selber war lange Zeit an einzelne Übungssysteme „gebunden“ und stelle meine Schüler frei von solchen Bindungen.

Ich fing an, auch Schüler anderer Schulen und Übungssysteme, vornehmlich des Yang-Stils, zu unterrichten. Am besten geht dies nach meiner Erfahrung mit dem Zusammenspiel von Yin und Yang in den Bewegungen. Ich kann auf dieses Grundprinzip zurückgreifen und Bewegungen analysieren und korrigieren, weil die Prinzipien in allen Bewegungen gleich sind. Des Weiteren gibt mir die Anwendung in der Kampfkunst wesentliche Hinweise, wie eine Bewegung korrekt auszuführen ist.

Diese Anwendungen in der Kampfkunst hatte mich immer schon interessiert und ich hatte das Glück auf Lehrer zu treffen, die mir dazu eine Menge zeigen konnten. Damit dieses Wissen nicht verloren geht, gebe ich es auch in meinem Kursen als zentralen Bestandteil weiter. Aber es wird dabei nicht „gekämpft“. Es geht nur darum eine klare Vorstellung davon zu bekommen, wie eine Bewegung im Tai Chi Chuan aufgebaut ist und wie sie am besten wirkt.

So sind es ein vertieftes Verständnis von Yin und Yang sowie die Anwendungen in der Kampfkunst, die meinen Tai Chi Unterricht auszeichnen. Ganz egal, wo Sie bereits Tai Chi gelernt haben, wenn Sie an diesen beiden Aspekten interessiert sind, kann ich Ihnen weiterhelfen.